Nahwärmenetz in Bohlsen wird gebaut
BürgerEnergie Bohlsen und Bohlsener Mühle starten gemeinsames Projekt
Auf der Mitgliederversammlung der BürgerEnergie Bohlsen wurde jetzt der offizielle Startschuss für den Bau des Nahwärmenetzes in Bohlsen gegeben. Jahrelange Planungen von Bohlsener Mühle und Genossenschaft BürgerEnergie Bohlsen münden nun in einer zukunftsorientierten Wärmeversorgung der Bohlser Haushalte.
Die Bohlsener Mühle baut im kommenden Jahr die Heizzentrale und liefert zukünftig Wärme aus Dinkelspelzen an die Genossenschaft. Aufgabe der Genossenschaft ist der Bau und die anschließende Unterhaltung des Nahwärmenetzes für rund 70 Haushalte. Der Bau des Nahwärmenetzes wird ebenfalls Anfang 2017 starten, so dass die Haushalte zur Heizperiode 2017/2018 mit Nahwärme aus Bohlsen versorgt werden. Seit der Mitgliederversammlung in der vergangenen Woche konnten bereits zwei zusätzliche Genossenschaftsmitglieder gewonnen werden. Noch bis Ende Januar 2017 haben weitere interessierte Bohlser die Chance, zu den bisherigen Einstiegskonditionen Genossenschaftsmitglied zu werden und ihr Haus zukünftig ebenfalls mit der Bohlser Nahwärme zu beheizen. Danach ist eine Erweiterung des Nahwärmenetzes um weitere Anschlussnehmer technisch kaum mehr möglich und wäre mit hohen Zusatzkosten verbunden.
Auch wenn es bereits einige Nahwärmenetze im Landkreis Uelzen gibt, ist das Bohlser Projekt einzigartig. Dieses Gemeinschaftsprojekt von Dorfbewohnern und Bohlsener Mühle ist zukunftsorientiert, zumal es durch eine große CO2-Ersparnis einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Die Heizzentrale wird mit Dinkelspelzen der Bohlsener Mühle betrieben. „Unsere Wärme wird also direkt vor Ort produziert. Das spart nicht nur Transportwege, sondern hat auch einen wirtschaftlichen Nutzen und stärkt einmal mehr die Bindung zwischen Bohlsener Mühle und Dorf Bohlsen“, spricht Jürgen Winter, Vorstandsvorsitzender der BürgerEnergie Bohlsen, über die wesentlichen Vorteile des Nahwärmenetzes.